Ein Bericht der 4. WWBT in Waltrop

WWBT in Waltrop – der vierte Anlauf

Ein Bericht von Albert Ulbricht

 

Wenn alles nach Plan läuft, war das meine letzte Etappe. Ich habe 2 mal alle 9 Stationen absolviert und dieses Jahr eröffnen sich im Norden Alternativen, die eine kürzere Anreise haben.

Sonnabend halb 4 Uhr startete ich meinem Fiat. Minus 9 Grad. Der Wetterbericht und über Radio kamen nur Warnungen von Eisregen und Blitzeis. Die Fahrt ging ja in die Wärme, Dortmund plus 6 Grad. Ich plante ein Zeitpolster von 1,5 Std. ein, ich brauchte es auch. Wurde allerdings von Blitzeis verschont, weil sich der anfängliche Regen in Schnee umwandelte. So erreichte ich doch pünktlich den Fahrradladen von Jochen Noll, der wie jeden Sonnabend im Januar eine geführte CTF-Permanente zum Eingewöhnen für die WWBT-Etappe, organisierte.

Wir absolvierten eine 53er Runde, von einem flotten Guide prima angeführt. Des Wetter war gut, von Dreck und Schlamm blieben wir aber nicht verschont, der Boden taute in den oberen Schichten auf. Zum Abschluss gab es noch Würstchen und selbstgebackene Haferflockenkekse, mit Nüssen und solchen Sachen durchsetzt. Mmh!! Danke für die schöne Tour.

Heute war dann Waltrop angesagt. Ich konnte ausschlafen, da es nur 30 km Anfahrt waren und der Start war auf 10 Uhr festgelegt. Anmelden, Scan & Bike, ging alles problemlos, einen Top Kaffee, 2 Brötchen und ab ging die Reise. Waltrop, nicht Waltraut, ist ja bekannt für die Streckenführung an den schier unerschöpflichen Kanälen in NRW. Fahre ich immer wieder gern. Aber erst mal ging es erst mal ein bisschen Schlamm testen. Ganz pfiffige nutzten die parallel verlaufende MTB-Autobahn. Ab und zu konnte ich mich an markante Streckenabschnitte aus dem Vorjahr erinnern, will ich eigentlich gar nicht, weil es dann interessanter ist.

So auch nicht an eine gewaltige Steigung, mein Navi hat sich bei den Prozenten verschluckt. Ich dachte, da kommst du nie hoch, aber mit dem richtigen Gang und den letzten Wattreserven ging es dann und ich dachte, das schaffst du. Leider lagen kurz vor der Kuppe lose Schotterbrocken rum, die dem Hinterrad den Grip versagten. Ich musste runter vom Rad, war ich etwa froh, dass Schotter rumlag? Ausschlaggebend war wieder einmal die richtige Spur finden. Das war nicht die einzige Steigung, erstaunlich für NRW, es durfte noch ein paarmal geschnauft werden.

Die Kontrollen waren wie gewohnt hervorragend bestückt, so dass man ordentlich Appetit bekam. Ich habe mich heute mal zusammengerissen, einen Becher heißen Tee und eine Waffel und weiter ging es. Bloß nicht zulange Pause, da esse ich immer zu viel. Das gleiche Prozedere an der zweiten Kontrolle.

Loben muss ich noch die hervorragende Ausschilderung, da mein Navi mal wieder den Geist aufgegeben hatte. Aber wie bei der WWBT gewohnt, fuhren die Teilnehmer wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt. Man musste sich Muehe geben, um sich zu verfahren, mir ist es gelungen. Unaufmerksam.

Wieder im Ziel konnten sich alle Teilnehmer die verlorenen Kalorien wieder auffüllen, was für herrliche Torten. Nach dem Duschen bin ich dann ganz entspannt nach Hause gefahren.

Ein herzliches Dankeschön nach Waltrop und Dortmund, ihr habt mir ein schönes Wochenende beschert.

P.S. Sonne und Wolken – neben Deinen schönen Berichten machst Du immer ganz tolle Fotos.

 

Titelfoto: ©www.sprinter-waltrop.de