1. Lauf WWBT in Nordkirchen-Capelle WWBT 2016

Berichte und Fotos zum Start der Westfalen Winter Bike Trophy 2016 bei SC Capelle

Fotos ©Sonne_Wolken @helmuts-fahrrad-seiten.de

10 Wochenenden war bestes Radlerwetter. Pünktlich zum Start der Westfalen Winter Bike Trophy öffneten sich dann die Schleusen. Insgesamt haben sich trotzdem 770 Radler den Schlamm gegönnt. Die Schlammpassage vor der letzten Pausenstation hatte dann auch nicht mehr viel mit Radfahren zu tun. Erinnerte mich an die Cross-Weltmeisterschaften in den 80er Jahren. Schultern und Laufen war dann besser, als mit dünnen Gang durch die Furchen zu pflügen. Nächste Woche geht es dann bei uns weiter.
©Stockumer Junge @helmuts-fahrrad-seiten.de


Fahrradurlaub auf Mallorca? Nein, ab zur Westfalen Winter Bike Trophy 2016!

Man muß nicht nach Mallorca fahren, um ein schönes Wochenende zu erleben. Mein Wochenende begann Sonnabend halb 5 Uhr, Zündschlüssel umdrehen und los gings, 425 km nach Dortmund. Dort wollte ich mich mit einer geführten Permanente der RSV DO-Nord e.V. auf das Wochenende einstimmen. Bisher war es trocken, aber mit dem Start fing es an zu regnen und es sollte nicht mehr aufhören.

So hat es die ganze Nacht geregnet und der Parcours wurde so richtig durchgeweicht. Bei diesem Wetter war klar, dass der Teilnehmerrekord vom vorigem Jahr, 1.067 Starter, nicht gebrochen werden würde. 780 Teilnehmer, trotzdem war man von Seiten des Veranstalters zufrieden. Es ging alles ein bisschen hektisch zu, kein richtiger Start, alle fuhren los, um die Sache schnell hinter sich zu bringen. Dann kam das, was alle befürchtet hatten, die totale Schlammschlacht. Wenn ich mal einen Jackpott knacke, dann kaufe ich mir ein MTB-Rad für 10.000 Euro und dann rein in den Modder, das macht noch mehr Spaß.

Am Schloss war wieder die Kontrolle, die für die 52er zweimal angefahren werden musste. Wie gewohnt vorbildlich bestückt, wurde auch ordentlich zugegriffen. An der Kontrolle konnten auch die total verdreckten Teilnehmer bewundert werden, vor allem die Mädels und die Kinder mussten nur bestaunt werden. Besonders die Kinder, wenn ich an die Schlammpassagen denke.

Bei dem Wetter ist man froh, wenn man ohne Platten über die Runden kommt, ich hab keine gesehen, nur Dreckprobleme mit Schaltung und Bremsen. Der Kurs verlangte alles ab, technisch hauptsächlich Schalten, aber auch Watt waren gefragt. Ich hab gedacht, ich hab was drauf, aber ich muss leider feststellen, dass es immer noch welche gibt , die mehr Watt auf der Pfanne haben. Auf der letzten Schleife zum Ziel gab es nochmal einen kurzen aber knackigen Anstieg, wenn ich an meine Erstbesteigung vor zwei Jahren denke, dann bin ich doch mit meiner Entwicklung zufrieden.

So ging es ins Ziel, wir sahen alle aus wie die Schweine, die Bikereiniger leisteten aber sehr gute Arbeit, so dass mit 4 Kärchern ruck zuck die Räder sauber waren. Bei Grillwurst konnten dann die verlorenen Kalorien wieder angespeichert werden.

Für mich war es ein hervorragendes Wochenende, das noch ein Highlight erfuhr, das gibt es auf Mallorca nicht, in Capelle bei 6 Grad plus losgefahren und in Brandenburg bei minus 9 Grad angekommen. Allerdings habe ich etliche Fahrzeugausfälle an der Autobahn gesehen, das wäre auf Mallorca besser, weil es da nicht so kalt ist.

Ich bin frohen Mutes, was da an den nächsten Wochenenden noch kommt.

©Albert Ulbricht @helmuts-fahrrad-seiten.de


Schlammschlacht bei der Eröffnung der Westfalen Winter Bike Trophy 2016

Der Start heute in Capelle war meine erste Teilnahme am WWBT. Bei knapp 6 Grad und Regen ideale Bedingungen für die folgende Schlammschlacht. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Arten von Schlamm gibt. Hätte mir das vorher jemand gesagt, dass ich mal unter solchen Bedingungen fahre und noch richtig viel Spaß habe, hätte ich mich selber einweisen lassen. Aus diversen Videos hatte ich eine Vorahnung, was auf mich zukommt. Dachte ich zumindest. Die Realität ist, wie so oft, drastischer wie der Film.

Am Abend vor dem Start hatte ich an meinem MTB noch die Reifen gewechselt. Die Stollenreifen fahren sich auf Asphalt absolut bescheiden, konnten aber im Schlamm mit Traktion und seitlicher Führung glänzen. Und Schlamm gab es reichlich. Sehr viel Schlamm. Auf einer Beautyfarm würde ich für eine Fangopackung viel Geld bezahlen, hier gab es die ganz umsonst.

Immer wenn man dachte, es kann nicht schlimmer kommen, wurde man eines besseren belehrt. Meine Schaltung und Bremsen waren so verschlammt, dass die Funktion beeinträchtigt wurde. Das führte hinten zu einem Chainsuck und der innere Teil des Schaltkäfigs wurde verbogen. Konnte den Defekt zwar so beheben, dass eine Weiterfahrt möglich war, aber die beiden grössten Ritzel ließen sich nicht mehr schalten, ohne das der Käfig an den Speichen schliff. Muss mir die Woche mal Speichen, Kette und Schaltwerk anschauen und reparieren.

An der 3. und letzten Kontrolle gab es nicht nur heißen Tee, sondern auch einen Wasserschlauch. Damit konnte ich Bremsen und Schaltung wieder frei spülen. So gestärkt machten Bully (mein MTB) und ich uns auf die letzten Kilometer. Im Ziel angekommen versuchte ich mich wenigstens einigermaßen in einen sauberen Zustand zu versetzen. Das gelang nur bedingt. Auch Bully wurde noch mal gereinigt. Nach den Abmeldeformalitäten belohnte ich mich dann noch mit Kaffee und Kuchen.
Auch wenn viele über den Matsch schimpften, mir hat es viel Spaß gemacht. Habe mich noch nie im Leben so eingesaut.

Freue mich schon auf nächsten Sonntag in Werne. Mal sehen, was das Wetter da so bereit für uns hält.

Ach ja, 770 Teilnehmer fand ich unter den Bedingungen stark (bei einer vergleichbaren RTF wären es 100 bis 200 Teilnehmer gewesen). Und was mir auch auffiel, dass unter den Startern deutlich mehr Kinder und Jugendliche waren, wie bei den RTF´s die ich sonst fahre.

©Sonne_Wolken @helmuts-fahrrad-seiten.de


Weitere Berichte und Fotos zur WWBT in Capelle findet ihr im Forum von Helmut.